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08.01.2021

Stromnetze: N-Ergie setzt beim Redispatch zukünftig auf Lösung von Energy & Meteo Systems

Oldenburg – Die Netzgesellschaften in Deutschland müssen sich ab Oktober 2021 auf weitreichende Veränderungen einstellen. Grund ist die Novelle zum Netzausbaubeschleunigungsgesetz (NABEG 2.0).

In der Vergangenheit haben zur Anpassung der Leistung in den Stromnetzen große konventionelle Kraftwerke zur Verfügung gestanden. In Zukunft sollen auch Kleinanlagen und Erneuerbare-Energien-Anlagen für diese Aufgabe einbezogen werden. Das hat Konsequenzen für die Netzbetreiber.

N Ergie Netz GmbH setzt beim Redispatch auf Energy Meteo Systems
Der Oldenburger Energiedienstleister stellt für den Netzbetreiber N Ergie Netz Gembh eine umfassende und modular aufgebaute Softwarelösung für alle Redispatch 2.0-Prozesse zur Verfügung und übernimmt auch den sicheren Rund-um-die-Uhr-Betrieb. „Redispatch 2.0 ist für uns ein sehr wichtiges Thema, das einem sehr ambitionierten Zeitplan folgt“, sagt Gerald Höfer, Geschäftsführer der N-ergie Netz GmbH. „Wir haben uns daher bewusst für Software-as-a-Service entschieden, um bereits implementierte und standardisierte Prozesse zu nutzen. Wir sind gut in die Zusammenarbeit mit Energy & Meteo Systems gestartet und sehen das System als sehr gute Ergänzungen in unseren bestehenden Prozessen und Systemen.“

Redispatch 2.0: Modulare Software-Lösung mit hoher Flexibiltät
Das von Energy & Meteo Systems entwickelte Redispatch-System heißt FuturePowerFlow. Es basiert auf einer Software-Architektur, die je nach Anforderung flexibel einsetzbare Module nutzt. Die Software kann On-premise, d.h. in der IT-Landschaft des Netzbetreibers, installiert und von diesem betrieben werden oder direkt als Software-as-a-Service für den Kunden betrieben und bereitgestellt werden.

Netzausbau-Novelle und die Redispatch-Folgen: Was sich zum Oktober 2021 ändert
Wenn es im Stromnetz zu Unter- oder Überdeckungen kommt, müssen Netzbetreiber entgegensteuern, um die Stabilität der Netze zu sichern. Bei diesem als „Redispatch“ bezeichneten Prozess werden verschiedene angeschlossene Erzeugungsanlagen herunter- bzw. hochgefahren, um Lastschwankungen der Netze auszugleichen bzw. diese zu vermeiden. Bisher waren davon in der Regel nur konventionelle Kraftwerke mit mehr als zehn Megawatt Leistung betroffen, die überwiegend an die Hoch- und Höchstspannungsnetze angeschlossen sind. Die Novelle des Netzausbaubeschleunigungsgesetzes (NABEG 2.0) sieht nun vor, dass ab Oktober 2021 auch Kleinanlagen sowie Erneuerbare-Energien-Anlagen mit einer Leistung von mehr als 100 Kilowatt berücksichtigt werden. Der „Redispatch 2.0“ genannte Prozess stellt die Verteilnetzbetreiber vor ganz neue Herausforderungen.

Quelle: IWR Online
© IWR, 2021


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